VENEDIG IM SCHNEE
Komödie von Gilles Dyrek
Regie und Ausstattung: Karin Bares
Mit: Stephanie F. Hottinger, Antje Poser,
Patrick Hellenbrand, Stefan Dick
Pressestimmen:
„Von Regisseurin Karin Bares beschwingt und hintergründig
inszeniert, landet das Kleine Theater mit dem französischen Stück
einen echten Treffer. (…) Beste Unterhaltung bis zur überraschenden
Schlusspointe.“ (Berliner Morgenpost)
Patrizia und Christoph haben sich gestritten. Ausgerechnet
jetzt will er sie seinen Freunden, die zum Essen eingeladen haben, präsentieren.
Wütend spricht Patrizia kein Wort. Für Christophs Freunde ist bald
klar: die stumme Patrizia kann nur eine Ausländerin sein. Mit Vergnügen
spielt Patrizia mit und provoziert Missverständnisse, bis alle schließlich
glauben, sie sei aus einem kriegsgebeutelten Land geflohen. Die Freunde sind
begeistert, aktivieren umgehend ihr gesamtes Repertoire an politisch korrekt
verbrämter Borniertheit und überschütten das vermeintliche
Kriegsopfer mit Hilfsangeboten bis sich die Situation ins Groteske steigert.
Das unterhaltsame Gesellschaftsstück karikiert virtuos bis ins Absurde
die verlogene Humanitätsduselei durch die sich Gutmenschen ein gutes
Gewissen erkaufen wollen und entlarvt darüber hinaus den Ist-Zustand
des heutigen Mit- und Gegeneinanders von Männlein und Weiblein. Dieser
strotzt vor Lächerlichkeiten: große Sehnsüchte und Erwartungen
stoßen auf persönliche Beschränktheiten, und das alles auf
einer soliden Basis der Kommunikationsunfähigkeit.
Der Autor:
Gilles Dyrek wurde 1966 in Paris geboren. Er arbeitet als Schauspieler für
Theater und Fernsehen, spielt und inszeniert gleichzeitig aber auch sehr
erfolgreich eigene Stücke. „Venice sous la neige“ wurde
im Juni 2003 im Theatre de la Pepiniere-Opera in Paris uraufgeführt.