WARUM SOLL EINE FRAU KEIN VERHÄLTNIS HABEN? Fritzi Massary und die Männer

Regie/Buch: James Edward Lyons
Musikalische Leitung: Ferdinand von Seebach
Bühne: Norman Zechowski
Kostüme: Gaby Sogl
Mit: Agnes Hilpert, Boris Freytag, Nini Stadlmann,
Franz Frickel, Charles Lemming




Termine:
Fr 27. (Uraufführung) / Sa 28. August
Mi 15. / Fr 17. / Sa 18. / Mo 27. / Di 28. September
Mi 27. / Fr 29. / Sa 30. / So 31. Oktober (18 Uhr)

Beginn jeweils 20 Uhr (wenn nicht anders erwähnt)



Die „wilden Zwanziger“ in Berlin: Schnürkorsetts sind passé. Nackttänzerrevuen und Varietés machen der verstaubten Operette Konkurrenz. „Hoppla, jetzt komme ich!“ – Künstler wie der junge Hans Albers schwärmen in die Stadt und verkörpern einen neuen, athletischen Typus.
Die regierende Königin der Operette in Berlin aber war die Sängerin Fritzi Massary: kess, gewagt - und unnachahmlich elegant. Wenn Fritzi Massary eine Schlüpfrigkeit auf der Bühne aussprach, dann war es bei ihr eine höchst raffinierte, spöttische Frivolität. Keine konnte wie sie eine Schamlosigkeit mit solchem Charme aussprechen. Die letzte große Operettendiva stachelte mit einer „frechen Bewegung einem Schimmer Erregung“’ die lasterhafte Phantasie ihrer Zuschauer an. Sie servierte das Ordinäre als Delikatesse und drapierte die Erzgemeinheit mit der leichten Feinheit eines zweideutigen „Trallala“. Zusammen mit ihrem Mann, dem genialen Schauspieler Max Pallenberg, waren sie in ihrer Zeit das unumstrittene Herrscherpaar der Berliner Theaterszene.
Dabei war die Männer betörende Massary im Privatleben eher die betrogene Ehefrau. Auch davon erzählt – mit Agnes Hilpert in der Titelrolle – diese neue musikalische Revue, die mit über zwanzig bekannten Massary Liedern den Geist dieser „Königin der Zweideutigkeit“ wieder auferstehen lässt.



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