Die verlorene Ehre der Katharina Blum


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Deutsche Erstaufführung
zum 100. Geburtstag von Heinrich Böll

Die verlorene Ehre der Katharina Blum

von Alexander Kratzer nach Heinrich Böll

Regie: Karin Bares

Mit: Sybille Weiser, Cornelia Schönwald, Boris Freytag, Jean Maesér, Stefan Kreissig.

Am 21. Dezember des vergangenen Jahres war der 100. Geburtstag des Literaturnobelpreisträgers Heinrich Böll.
Auf eindringliche Weise protestierte er mit diesem Werk gegen den Menschen verachtenden Sensationsjournalismus.
Eine junge Frau wird zu Unrecht verdächtigt, die Komplizin eines gesuchten Kriminellen zu sein. Ein mächtiges Massenblatt stellt sie sofort an den Pranger, schreckt vor Verdrehungen und hetzerischer Meinungsmache nicht zurück und zerstört letztlich ihre soziale Existenz.
In einer Welt zunehmender medialer Verrohung steht die Figur Katharina Blum, die sich auch sprachlich nicht vereinnahmen oder manipulieren lässt,  für Zärtlichkeit statt Zudringlichkeit, Güte statt Hass.

 

„Böll auf der Bühne – kann das überhaupt funktionieren? Den beinahe wie ein Protokoll geschriebenen Roman theaterfähig zu machen, das braucht mindestens Mut – den das Kleine Theater offensichtlich hat. Das Ensemble ist ebenso klein wie ausdrucksstark. Gerade die Darstellerin Sybille Weiser als Katharina Blum ist mit ihrer unerklärlichen Mischung von Unschuld und Verruchtheit in der Stimme eine einzige Freude, sie schafft den Spagat zwischen ihrem Spitznamen „die Nonne“ und unsichtbarer Erotik, tänzelt auf diesem schmalen Grat.“ taz

„Karin Bares hat die Erzählung äußerst gradlinig inszeniert… Bitter beklemmend und noch genauso brisant wie vor 34 Jahren.“ Berliner Morgenpost

„Ein Tusch für Sybille Weiser in der Titelrolle! Eine tief beeindruckende Schauspielerin! Mit überzeugender Empathie für diese Figur, ihre berückende Naivität, ihren so besonderen Zauber, ihre allen Einflüsterungen und Drohungen auch frech widerstehende Unbeirrbarkeit. Ein in seiner Hingabe, seiner Zärtlichkeit verführerisch starkes, herzensschönes Weib. Das Psychoterror und Demütigungen aushält. Ein tapferes Wesen aus ‚Stolz und Treue‘. Was für ein Glück, diese Sybille Weiser als trotzig-traurig ihre Ehre verteidigende Katharina Blum“.
Reinhard Wengierek www.kulturvolk.de